Konventionen von gestern werden heute gerne aufgebrochen. Auch die Trauung, die über Jahrtausende nach festen Regeln abzulaufen hatte, wird heute immer öfter individuell und nach dem persönlichen Geschmack des Brautpaars vollzogen.
Viele Brautleute, die eine Hochzeit planen, möchten den Schritt in die Ehe nicht in der Kirche tun, sondern an einem schönen Ort ihrer Wahl. Auch die rein standesamtliche Trauung ist ihnen oft zu nüchtern, zu bürokratisch und unromantisch. Immer mehr Schlösser, historische Gebäude, Museen öffnen sich für eine Hochzeit. Auf Raddampfern oder in der Drahtseilbahn, am Fallschirm oder per Tandem, unter Wasser oder am Waldsee im Grünen sagen sich Frau und Mann heute Ja. Vielleicht ist es unter dem Kirschbaum, auf den man als Kind geklettert ist oder in der Orangerie im Schlosspark, wo man sich als Prinzessin fühlen darf, ja, selbst auf der Ausflugsterrasse der Zugspitze, wo man sich damals zufällig kennenlernte - vieles ist möglich, um den schönsten Tag im Leben wirklich sensationell zu machen.
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Freie Geistliche sind auf solche Wünsche eingestellt. Sie bereiten gemeinsam mit dem Brautpaar die Zeremonie zur freien Hochzeit vor, erfahren den persönlichen Hintergrund und wie man sich lieben lernte. Freie Geistliche sind die Ansprechpartner für den gesamten Ablauf, für Musik, Themenschwerpunkte und die Treue-Bekenntnisse, die man sich gegenseitig abgibt. Man kann mit ihnen besprechen, ob und wie man Freunde oder Familie in die Zeremonie der Hochzeit einbinden will und welche besonderen Vorkommnisse aus dem Leben der Eheleute zur Sprache kommen sollen.
Freie Geistliche nehmen sich Zeit für die freie Hochzeit, die nach der standesamtlichen Trauung, die Rechtscharakter hat, symbolisch zu verstehen ist. Sie ist eben pures Gefühl.